Was ist Peppol?

Peppol ist ein offenes, globales Netzwerk zum Austausch strukturierter elektronischer Geschäftsdokumente wie Rechnungen. Unternehmen verbinden sich einmal über einen zertifizierten Access Point und können dann mit jedem anderen Teilnehmer in jedem Peppol-Land Dokumente senden und empfangen.

Peppol (ursprünglich Pan-European Public Procurement On-Line) begann als EU-Projekt und wuchs zum weltweit größten Interoperabilitätsnetzwerk für E-Rechnung und E-Beschaffung. Heute wird es in ganz Europa sowie in Australien, Neuseeland, Singapur, Malaysia, Japan und den VAE genutzt.

So funktioniert es in einem Absatz

Sie registrieren sich bei einem zertifizierten Peppol Access Point (einem Service Provider wie Verteco). Ihr Unternehmen erhält eine Peppol-ID auf Basis eines offiziellen Identifikators — USt-IdNr. oder Handelsregisternummer. Ab diesem Moment kann Ihnen jeder im Netzwerk strukturierte Dokumente senden, und Sie können an jeden senden — unabhängig davon, welchen Access Point die Gegenseite nutzt. Stellen Sie es sich als E-Mail für Rechnungen vor: mit Zustellgarantie, Verschlüsselung und verifiziertem Adressbuch.

Warum das jetzt wichtig ist

Eine Welle nationaler Pflichten (Belgien 2026, Deutschland 2025–2028, Frankreich 2026–2027, Polen 2026, Slowakei 2027 und weitere) macht strukturierte E-Rechnungen gesetzlich verpflichtend. Peppol ist der einzige Kanal, der viele dieser Länder mit einer einzigen Anbindung abdeckt — den aktuellen Stand jedes Landes zeigt der Mandats-Tracker.

Aktualisiert: 29. August 2026

Häufige Fragen

Ist Peppol ein staatliches System?

Nein. Peppol wird von der Non-Profit-Organisation OpenPeppol AISBL verwaltet. Staaten übernehmen es und benennen nationale Peppol Authorities, das Netzwerk selbst betreiben aber zertifizierte private Service Provider.

Was kostet Peppol?

Das Netzwerk selbst erhebt für Endnutzer keine Teilnahmegebühr. Sie zahlen Ihren Service Provider; bei Verteco ist der Empfang von Dokumenten für immer kostenlos.